2021

Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder von den Aktivitäten des Kneipp-Vereins Münden im Jahr 2021.

Schauen Sie auch mal unter: Kneipp-Intern

2021 im MitmachZirkus | Zurück zu Aktuelles | Zurück zur Rückschau

 


30.01.2022

Schöne Tage im Harz – der Gesundheit zuliebe

Bad Lauterberg. Das war Erholung pur! Vom 31. Oktober bis 7. November veranstaltete der Kneipp-Verein Münden nach einem Jahr Corona-Pause wieder einen Kuraufenthalt im Kneipp-Bund Hotel Heikenberg in Bad Lauterberg. Mit 25 Personen in eigener PKW-Anreise fuhren wir los. Alle freuten sich bereits auf diese gemeinsame Zeit. Nach unserer Ankunft wurden die Zimmer verteilt und alle bekamen den Anwendungsplan sowie eine Übersicht über die stattfindenden sportlichen Veranstaltungen. Dann gingen wir erstmal aufs Zimmer.

Bei einem ersten Rundgang rund ums Hotel und direkt in den Ort war der erste Tag noch nicht zu Ende. Beim gemeinsamen Abendessen mit Begrüßungstrunk ließen wir den Tag ausklingen. Natürlich wurde das beliebte Wassertreten oder auch das Schwimmbad aufgesucht. Am nächsten Morgen, die Ersten kamen bereits vom Schwimmen, da genossen die Anderen bereits das hervorragende und vielseitige Frühstück. Danach gab es Anwendungen, Massagen, Wickel und sportliche Betätigungen, die gerne angenommen wurden.

Trotz regnerischem Wetter wurden kleinere Wanderungen unternommen und im Ort dies mit Kaffee oder Tee belohnt. Nach der Rückkehr stand bereits schon wieder das Abendessen auf dem Plan, anschließend setzten wir uns gemütlich zusammen erzählten oder es wurden Spiele gespielt. Leider stellten wir fest, dass doch so einige Lokalitäten durch Corona zu hatten. Am Mittwoch fuhren wir nach Lemlingerode in ein Café. Bei leckerem Kaffee und Kuchen ließen wir es uns gut schmecken – total lecker!

Der Donnerstag war total verregnet und sehr diesig, doch davon ließen wir uns nicht abhalten. Einige fuhren auf den Hausberg, andere wiederum sorgten in der Sauna oder im Schwimmbad für ihre gute Laune. Am Freitag spazierten einige zu den Wiesenbecker-Teichen und zur Jausenstation, denn die hatte dieses Jahr noch offen durch die Coronazeit. Die anderen kamen dann mit ihren Autos hinterher. Nach Kaffee, Suppe, Waffeln und Tortenstückchen ging es wieder zurück. Ein paar liefen noch um den Teich herum und hatten einen herrlichen Aus- und Weitblick.

Der nächste Tag war ein Wandertag mit Führung durch die schöne bergige Landschaft. Der Tag war sehr anstrengend. Den letzten Tag unternahm jeder etwas für sich oder in kleinen Gruppen. Am Abend nach dem Abendessen – unser gemeinsamer sehr unterhaltsamer Abschiedsabend mit kleinen amüsierten Einlagen und Gesprächen. Am nächsten Tag ging es schon wieder nach Hause, wir waren alle sehr erfreut über diese schöne gemeinsame Woche und hoffen, dass wir das im nächsten Jahr wiederholen können.

  

  

© Fotos: Gerhard Kellner, Text: Helga Quentin

Nach oben

 


14.11.2021

Herbstwanderung über den Kattenbühl

Hann. Münden. Mit 21 Personen und einem Geburtstagsständchen (für Iris) ging unsere Wanderung am 17. Oktober nach der Begrüßung los. Am Kattenbühl, schön am Waldesrand, atmeten wir frische Waldesluft auf einer Länge von ca. 600 m ein. Einfach schön mit Gesprächen und sehr erholsam. Am ehemaligen Schäferhof angekommen, der bereits abgerissen ist und wo demnächst Einfamilienhäuser gebaut werden, ging es vorbei. Vorher bekam jeder Teilnehmer ein Foto dieses Gebäudes und noch sehr interessante Informationen durch Herrn Goll.

Weiter am Altenheim, den Tennisplätzen vorbei, wechselten wir die Straßenseite Richtung Forsthaus. Unterwegs, an einer kleinen Sitzgelegenheit, machten wir zur Freude aller eine kleine Rast mit kleinen Überraschungen. Weiter ging es nach einiger Zeit an der ehemaligen Frauenschule vorbei in Richtung Steinbruch. Dort bekamen wir erneute Informationen über diesen Steinbruch von Herrn Goll, wie es damals ablief im 17. Jahrhundert. Dazu gab es wieder Bildmaterial (Mühlensteine, Arbeiter und Skizzen).

Auszug aus Wikipedia: Der Kleine Steinberg ist ein Basaltkegel, dessen Gesteine vor Jahrmillionen die Buntsandsteinplatte des Kaufunger Walds durchbrachen. Innerhalb der harten Bergkuppe überdauerte neben anderen Bodenschätzen auch Braunkohle, die neben Basalt abgebaut wurde. Insbesondere am Kleinen Steinberg – aber auch am Steinbergskopf und teils auch am Großen Steinberg – wurde seit vielen Jahrhunderten und bis 1961 Bergbau betrieben, so dass ein weiträumiges Abbaugebiet entstand.

Über die Kohlenstraße und insbesondere über die sogenannte Seilbahnschneise wurden die Abbaumaterialien in Richtung Norden nach Hann. Münden transportiert. Durch diese fast völlig gerade angelegte Schneise verlief die etwa 6 km lange Steinberg-Drahtseilbahn, die von 1893 bis 1894 erbaut wurde und bis 1931 stündlich etwa 30 Tonnen Material transportieren konnte. Sie endete nahe der Eisenbahnbrücke, die in Hann. Münden über das Tal der Werra führt. Übrig geblieben sind davon noch ein paar im Wald versteckte Fundamente.

Mit einem wunderschönen sonnigen Blick über Hann. Münden ging unsere Wanderung weiter bis zur Freilichtbühne. Mit einer kleinen Pause und Betrachtung, wie dort alles gebaut und errichtet wurde, wo heutzutage noch mehrere Veranstaltungen stattfinden, ging es nun zu unserem Abschlussziel (Pizza Casa). Gemeinsam ließen wir diesen wunderschönen Tag noch einmal in Gesprächen an uns vorbeiziehen. Zufrieden und mit bester Laune ging es später Heimwärts.

  

  

© Fotos: Gerhard Kellner, Text: Helga Quentin, Auszug aus Wikipedia: Kleiner Steinberg (Kaufunger Wald)

Nach oben

 


26.10.2021

Praktische Tipps für die Lebensordnung

Hann. Münden. Drei Themen – drei Wege zu einem gesunden Leben. Der internationale „Tag der seelischen Gesundheit“ (World Mental Health Day) am 10. Oktober, das war der fünfte und letzte bundesweite Thementag im Kneipp-Jahr 2021 anlässlich des 200. Geburtstags von Sebastian Kneipp, bei dem es diesmal um das Element Lebensordnung ging. Die Lebenordnung bildet neben Wasseranwendungen, gesunder Ernährung, Bewegung und Heilkräutern eine der „fünf Säulen“ des Kneippschen Gesundheitskonzepts.

An diesem Thementag lud der Kneipp-Verein Münden zu einer Informations- und Mitmachveranstaltung mit drei Angeboten zur Lebensordnung in das Mehrgenerationenhaus der Stadt Hann. Münden (Geschwister-Scholl-Haus) ein. Auf dem Programm standen zwei Schnupperkurse und ein Vortrag.

Den Anfang machte ein Qigong-Kurs. Qigong ist eine alte Bewegungslehre aus China, die vor mehr als zweitausend Jahren entstanden ist. „Arbeit mit der Lebensenergie“ lautet die sinngemäße Übersetzung der chinesischen Bezeichnung. Das Ziel ist es, mit langsamen und geschwungen Bewegungsformen die innere Harmonie und den Fluss der Lebensenergie (Qi) zu steigern. Kursleiterin Iris König hat ihre Ausbildungen als Qigong-Übungsleiterin an der Sebastian-Kneipp-Akademie (SKA) in Bad Wörishofen absolviert.

Im Kurs wurde zunächst mit Lockerungsübungen begonnen, die aus dem sogenannten Kranich-Qigong stammten. Sie dienten zur Vorbereitung und sorgten unter anderem für eine verbesserte Durchblutung der Hals- und Schultermuskulatur. Im Mittelpunkt standen dann die 18 Übungen des Qigong nach Dr. Qingshan Liu. Sie enthalten Formen mit bildreichen Namen wie zum Beispiel „Einen Regenbogen bewegen“, „Mit einer Hand die Sonne heben“ oder „Die fliegende Taube breitet ihre Flügel aus“. In ihrer Reihenfolge begannen die Übungen beim Oberkörper, nach und nach wurden die Beine und Füße mit einbezogen.

Nach dem ersten Aktivteil gab es einen Vortrag zum Thema „Gesunde Seele im Alter“ von Diplom-Sozialgerontologin Gudrun Surup. Im Kreis ihrer Zuhörer ging sie der Frage nach: Was sind Voraussetzungen für eine gesunde Seele im Alter? Die Antworten waren vielfältig. Dazu gehören unter anderem innere Ausgeglichenheit, das Loslassen von nicht mehr erreichbaren Zielen, ein ganzheitliches und möglichst stressfreies Leben, das Annehmen von körperlichen Einschränkungen sowie altersangemessener Sport.

„Nicht hadern – sondern handeln!“, lautete Surups Devise. Sie riet dazu, auch im Alter neue Lebensinhalte zu schaffen. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel, alte Hobbys wiederzufinden oder neu entdecken. Einzelne Themen ihres Vortrags wurde rege diskutiert, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten dabei ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen ein. Es gab viele Ideen zum Nachdenken und zum Ausprobieren.

Den Abschluss des Aktionstages bildete ein Yoga-Kurs zum Kennenlernen mit Iris König. Die Kursleiterin bietet seit über zwanzig Jahren Yoga-Kurse beim Kneipp-Verein Münden an und hat ihre Ausbildung als Yogalehrerin ebenfalls an der SKA absolviert.

Yoga ist eine alte philosophische Lehre aus Indien, die eine Abfolge geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Durch gezielte Anspannung und Entspannung des Körpers werden die Muskeln gekräftigt und die Bänder gedehnt, dabei wird der Atem bewusst gelenkt. Die Bewegungsmethoden zielen unter anderem darauf ab, den Geist zu beruhigen, Entspannung zu schaffen, die Muskulatur zu stärken, die Durchblutung zu verbessern und Blockaden aufzulösen, so König.

Die vorgestellten Yogaübungen begannen zunächst im Oberkörperbereich und setzen sich dann nach unten fort. Elemente waren unter anderem der Expander in drei Variationen, die Dreieckshaltung, die kraftvolle Haltung, die Kutscherhaltung und die Rückenlage. Normalerweise enthält eine Unterrichtsstunde alle Bewegungsrichtungen: Vor- und Rückbeuge, Seitbeugen, Drehungen, dazu gehören auch Umkehr- und Gleichgewichtshaltungen. So auch im Kurs. Anspannung und Entspannung fanden im Wechsel statt, nach anstrengenden Haltungen folgten Ausgleichshaltungen.

Insgesamt war es eine gelungene Aktion, so das Fazit der Organisatoren. Nach dem langen Corona-Lockdown war man sehr froh, dass diese Veranstaltung zum Kneipp-Jubiläum unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen miteinander und in Präsenz durchgeführt werden konnte.

© Fotos: Kneipp-Verein Münden

Nach oben

 


06.09.2021

Trotz Einschränkungen viel Positives

Hann. Münden. Die Corona-Pandemie überschattete die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kneipp-Vereins Münden. „Alle im Vorstand haben gehofft, dass die Durchführung trotz wieder steigender Inzidenzen klappt“, so der erste Vorsitzende Karsten Rohlfs. Und es hat geklappt, wenn auch ein weiteres Mal mit Einschränkungen und pandemiebedingter Verspätung.

Insgesamt waren 30 Mitglieder zur Versammlung in das Mehrgenerationenhaus (Geschwister-Scholl-Haus) gekommen, unter den gegebenen Umständen eine erfreulich große Zahl. Auf der Tagesordnung standen neben Ehrungen und Berichten unter anderem die turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen für Vorstand und Beirat.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden insgesamt zehn Mitglieder geehrt.

40 Jahre (Urkunde und Verbandsabzeichen in Gold): Hermann Fromm.

25 Jahre (Urkunde und Verbandsabzeichen in Silber): Peter und Karin Anhalt sowie Iris König.

10 Jahre (Urkunde und Ehrennadel in Bronze): Hans-Jürgen Becker, Rainer und Marion Engelke, Walter und Marianne Rehbein sowie Hubert Vorreiter.

Das langjährige Vereinsmitglied Herrmann Fromm wurde zusätzlich für seine Verdienste um den Verein von der Versammlung zum Ehrenmittglied ernannt.

Trotz der zum Teil erheblichen Einschränkungen, welche das Vereinsleben über weitere Strecken fast gänzlich zum Erliegen brachten, gab es dennoch allerhand Positives zu berichten. Immerhin ist der Kneipp-Verein bisher glimpflich durch die Pandemie gekommen. Zwar haben viele junge Familien während des langen Lockdowns den Verein leider verlassen, dem gegenüber gab es allerdings bei den Senioren einen Zuwachs. Unter dem Strich ist der Mitgliederbestand sogar geringfügig angestiegen. Die technische Ausstattung im Kneipp-Büro wurde erneuert, von dort ist jetzt auch die Teilnahme an Videokonferenzen und Webinaren möglich.

Im Sommer und Herbst letzten Jahres wurden unter Auflagen einige Veranstaltungen durchgeführt, berichtete die zweite Vorsitzende und Organisationswartin Helga Quentin. Im Juni gab es eine kleine Wanderung zur Kneipp-Anlage im Klinikpark am Vogelsang und im August ging es über Altmünden hinauf zur Tillyschanze mit Einkehr im dortigen Restaurant. Im September lud der Verein zu einer Rundfahrt auf der Fulda mit dem Fahrgastschiff „MS Weserstein“ ein. Eine herbstliche Wanderung von der Blume über die Hafenbahn nach Gimte und zurück war die letzte gemeinsame Aktion, bevor der zweite Lockdown wieder für Stillstand sorgte.

Die Berichte der Kurs- und Gruppenleiter zeigten, wie wichtig den Mitgliedern die sozialen Kontakte sind. Das gilt für jedes Alter. Die Distanz war für viele sehr belastend. Sogar während der Schließungen gab es daher vereinzelte Initiativen, um weiter so gut es ging in Kontakt und in Bewegung zu bleiben – alles im Rahmen der geltenden Regeln. Übungsleiter Hans-Jürgen Becker beschrieb, wie sich die Mitglieder seiner Walking-Gruppe „Fit in den Tag“ im Lockdown immer sehr über seine Telefonanrufe freuten. Die Einsamkeit durch den Wegfall gemeinschaftlicher Aktivitäten ist gerade bei älteren Menschen ein großes Problem.

Aber auch junge Menschen litten stark unter den Einschränkungen, besonders unter dem Bewegungsmangel. Für Familien mit Kindern veröffentlichte die Kinder- und Jugendsportgruppe MitmachZirkus im Internet bis März 2021 insgesamt 96 Ratgeber mit Tipps und Ideen für zu Hause, die Inhalte wurden teilweise von den Eltern der Aktiven zur Verfügung gestellt. Die Web-Aktion „Gesunder Adventskalender“ im Dezember mit 24 Yoga- und Fitness-Übungen für Kinder brachte von verschiedenen Seiten viel positive Resonanz.

Gerade wenn das Miteinander nicht möglich ist, kann mit Kneipp-Anwendungen jeder selbst etwas für seine Gesundheit tun. Die meisten Beiträge der Serie „Kneipp-Tipps für daheim“ des Kneipp-Bundes mit gesunden Ratschlägen zum Ausprobieren erschienen in loser Folge in der örtlichen Tageszeitung, alle Tipps mit Links zu den Online-Videos des Kneipp-Bundes stehen für Interessierte auf unserer Vereins-Website. Die fünf Elemente des Kneippschen Gesundheitskonzepts wurden so zu einem nützlichen Helfer in der Pandemie. Die Öffnung der Kurse und Gruppen wurde allenthalben mit Freude begrüßt.

Der erste Vorsitzende bedankte sich im Namen des Vorstandes bei den Übungsleitern und ehrenamtlichen Helfern, die in der schwierigen Situation bewegten, was bewegt werden konnte, und so allen Widrigkeiten zum Trotz „den Laden am Laufen hielten“.

Im Vorstand gab es eine Nachbesetzung, sonst bleibt er personell unverändert. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: erster Vorsitzender Karsten Rohlfs, zweite Vorsitzende Helga Quentin und Angelika Przybilla (neu im Vorstand), Schatzmeisterin Iris König und Schriftführerin Renate Loose.

Dem Beirat gehören an: Stefan Heide, Marlies Kaps, Gudrun Surup und Klaus Regitz (neu im Beirat). Die bisherigen Mitglieder Karl-Heinz Andrecht, Fritz Cauers, Ute Diek, Rita Kraft und Alena Wieland scheiden aus dem Beirat aus.

Kassenprüfer sind Ludwig Stengel und Klaus Przybilla (neu im Amt).

© Fotos: Kneipp-Verein Münden und Familie MacKay

Nach oben

 


16.10.2021

Schiffsrundfahrt auf der Fulda

Hann. Münden. Es war ein sehr schöner Ausflug auf dem Flussschiff. Am 28. August 2021 haben wir vom Kneipp-Verein Münden mit 34 Personen auf der „MS Weserstein“ eine Kaffeefahrt auf der Fulda unternommen. Bei Kaffee und leckerem Kuchen, der sehr gut schmeckte, ging die Fahrt los.

Interessant war schon mal der Schleusengang. Bei schönem Wetter konnten wir dies auf Deck genaustens beobachten. Danach ging es die Fulda aufwärts, entlang an winkenden Campinggästen, vorbeifahrenden Booten und herrlicher Landschaft. Wir ließen deren Schönheiten ganz auf uns wirken – jeder auf seine Weise.

Bei interessanten Gesprächen ging die Fahrt schnell voran, denn der Geselligkeit wird in der heutigen Zeit wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Es ist immer wieder ein Erlebnis, durch die Schleusen zu fahren. Davon gab es mehrere auf der Fahrt.

Wir hatten einen schönen Tag. Am Ende ist man froh, mit Vergnügen mitgemacht zu haben und zu sehen, wenn alle dankbar und zufrieden wieder nach Hause fahren oder gehen.

  

© Fotos: Gerhard Kellner, Text: Helga Quentin

Nach oben

 


24.07.2021

Wandern mit viel Atmosphäre und kleiner Überraschung

Lippoldshausen. Unsere Wanderung am 18. Juli in Lippoldshausen stand unter einem guten Stern: herrlich sonniges Wetter und 21 Teilnehmer. Nach der Begrüßung mit kleiner „Starthilfe“ (Mini-Schaumkuss) ging es zunächst die Straße Im Ilksbachtal entlang dem namensgebenden Ilksbach. Das war sehr idyllisch, berauschend und entspannend. Dann wanderten wir durch ein kleines Waldgelände bis zum Dorfeingang. Dort steht noch eine alte Ziegelmühle, die bis 1965 in Betrieb war – heute ist sie als Wohnhaus umgebaut. Gegenüber befindet sich ein Bäckerladen von 1925 bis 1960, der heute ebenfalls ein Wohnhaus ist.

Weiter ging es zum „Dröppelbrunnen“, von dort über eine kleine Brücke hin zu einer tollen Sitzecke (mit „dröppelnder“ Quelle), die mit mehreren großen Steinen eingefasst ist. Der Name kommt vom hochdeutschen Wort Tröpfelbrunnen und wurde ins Dorfplatt umgeändert zu „Dröppelbörn“. Der Brunnen wird bis heute noch regelmäßig vom Fußball-Club Lippoldshausen gepflegt.

Nach der ersten Etappe wurden alle unsere Teilnehmer mit einem Eis überrascht. Ansässige im Ort besitzen ein eigenes Eisauto – und ihr selbstgemachtes Eis schmeckte total lecker! Nach kurzem Verweilen am Ilksbach in entspannter Atmosphäre gingen wir schließlich gestärkt aus der Kleinen Gemeinde weiter bis zum Graben, der bis 1929 die frühere Dorfstraße war, bis die heutige Straße gebaut wurde. Hier befand sich eine Obermühle, die 1895 abbrannte. Dazu gehört auch ein altes Backhaus, das noch heute nach Absprache in Betrieb genommen werden kann. Ganz gemächlich gingen wir diese Straße hinauf bis zum Feuerwehr-Gerätehaus und weiter zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort, in einer sehr schön angelegten Sitzgelegenheit, wurde erneut kurze Rast gemacht.

Später gingen wir hinterm Dorf entlang und hatten einen tollen Blick über den gesamten Ort hinweg bis zur Autobahn. Das nächste Ziel war die Wassertretanlage mit Armbecken, die 1991 erneuert und ausgebaut wurde. Diese Anlage wird regelmäßig von den Anwohnern gepflegt. Gerne haben einige unserer Kneippianer diese Gelegenheit zu einem erfrischenden Wassertretbad genutzt. Die Sonne meinte es sehr gut mit uns, so dass wir hier wiederum eine größere Pause im Schatten der Bäume machten.

Weiter ging es dann über die Aussichtsplattform, die 2013 errichtet wurde und einen herrlichen Blick über das ganze Dorf sowie über die drumherum liegenden Felder, Wiesen und Wälder bietet – einfach schön und beruhigend. Danach spazierten wir am Reiterhof vorbei, der in den 1980iger Jahren erbaut wurde, zu unserem Abschluss in der Gaststätte „Zum Krug“. Draußen auf der Terrasse, die für bereits uns hübsch eingedeckt war, genossen wir leckere Waffeln mit frischen Erdbeeren, Heidelbeeren, Sahne und einer Kugel Vanilleeis, dazu bekam wer mochte etwas Kaffee. Genießen pur war angesagt. Die gemeinsamen Gespräche gehörten natürlich auch dazu, genau wie schon auf der gesamten Wanderung. Man merkte, dass uns das ALLEN während des langen Lockdowns doch sehr gefehlt hat.

Danach ging es hinter dem Dorf zurück. Der Weg bot nochmals einen tollen Blick über den Ort, diesmal von der anderen Seite. Über die Kleine Gemeinde und entlang dem Ilksbach ging es gemütlich zum Ausgangspunkt. Alle waren zufrieden. Mit den besten Wünschen „Bleiben Sie gesund!“ und einem guten Heimweg war dieser herrliche Tag beendet. Die Organisatorin sagt DANKESCHÖN an die Teilnehmer und alle, die mitgeholfen haben!

  

  

  

© Fotos: Gerhard Kellner und Stefan Heide

Nach oben

 


15.03.2021

Gießkannen-Wettbewerb und Ratgeber zum Tag des Wassers

Hann. Münden. Anlässlich des 200. Geburtstags von Sebastian Kneipp, der am 17. Mai 1821 im oberschwäbischen Stephansried (heute ein Ortsteil von Ottobeuren) geboren wurde, finden in diesem Jahr fünf spezielle Aktionstage statt, um mit vielfältigen Aktivitäten auf die „fünf Elemente“ der Kneippschen Gesundheitslehre – Wasser, Ernährung, Heilpflanzen, Bewegung und Lebensordnung – hinzuweisen.

Zu diesen Thementagen im Kneipp-Jahre 2021 hat auch der Kneipp-Verein Münden verschiedene Aktionen zur Information und zum Mitmachen vorbereitet. Wegen der zurzeit bestehenden Corona-Einschränkungen finden die Angebote vorerst im Internet statt. Für jeden Thementag wurde eine Aktionsseite eingerichtet. Auf diese Weise kann jeder Interessierte hereinschnuppern und mitmachen, der einen Zugang zum Internet hat. Kommentare und Anregungen per E-Mail sind erwünscht.

Am 22. März findet der Tag des Wassers statt. Sebastian Kneipp: „Wasser ist ein allgemeines Abhärtungsmittel, das gar nichts kostet, recht einfach ist und die herrlichsten Erfolge bringt.“ Der Weltwassertag findet seit 1993 statt und wird seit 2003 von UN-Water organisiert. Im Jubiläumsjahr ist dieser Tag von besonderer Bedeutung, da das Element Wasser im Kneipp-Konzept eine zentrale Rolle einnimmt.

Mit einer Gießkanne fing alles an… Na ja, nicht ganz. Sie stand aber doch zumindest so ziemlich am Anfang der Kneippschen Wasseranwendungen. Als Sebastian Kneipp als junger Student im Alter von 26 Jahren lebensbedrohlich an Tuberkulose erkrankte, kurierte er sich mit heimlichen Bädern in der eiskalten Donau – das war unter Strafe verboten. Er genas von der Krankheit vollständig und setzte danach die heilbringenden Anwendungen bei sich und anderen fort… mit einer Gießkanne! Auch wenn seine Wassertherapie in der Folgezeit immer ausgefeilter wurde, begleitete ihn doch die Gießkanne durch sein ganzes Leben und Wirken. Sie ist so zu sagen zum Sinnbild der Kneippschen Wasseranwendungen geworden.

Zum Tag des Wassers lädt der Kneipp-Bund in Bad Wörishofen zu einem bundesweiten Gießkannen-Wettbewerb ein, an dem sich der Kneipp-Verein Münden gern beteiligt. Alle interessierten Kneipp-Freunde – egal, ob jung oder alt – sind aufgerufen, bei der Aktion mitzumachen. Die Aktion richtet sich auch an Kitas, Schulen und Einrichtungen. Das Thema lautet:

Wie würde die Gießkanne von Sebastian Kneipp im Jahr 2021 aussehen?

Es darf gemalt, gebastelt und gestaltet werden. Einige der Gießkannen-Kunstwerke sollen zur Kneippiade vom 23. bis 25. Juli 2021 im Kurhaus von Bad Wörishofen ausgestellt werden. Das Publikum wählt dort über Stimmzettel die zehn schönsten Gießkannen aus. Danach erfolgt die endgültige Prämierung durch die Jury-Mitglieder. Im Anschluss sollen die Gießkannen dann meistbietend versteigert werden, die Erlöse gehen an die Kneipp-Gesundheitsstiftung.

Wer mit dem Kneipp-Verein Münden bei der Aktion mitmachen möchte, sendet bitte Fotos von seiner Kanne oder von seinem gemalten Bild per E-Mail an info@kneipp-muenden.de. Die Fotos werden auf der Aktionsseite im Internet (dort gibt es einen Link zur Galerie) veröffentlich. Außerdem leitet der Kneipp-Verein alle eingesendeten Fotos zur Teilnahme am Wettbewerb an den Kneipp-Bund weiter. Die Originalobjekte und Bilder bitte aufbewahren. Diejenigen Gießkannen-Kunstwerke, die in die engere Auswahl kommen, gehen im Original nach Bad Wörishofen.

Auf der Aktionsseite für den Tag des Wassers stehen darüber hinaus insgesamt vier Ratgeber zum Herunterladen zu Verfügung. Diese enthalten nützliche Hinweise und Tipps zu Wasseranwendungen für den Hausgebrauch, die jede und jeder gern selbst mal zu Hause ausprobieren kann. Sebastian Kneipp: „In der Auswahl der zu treffenden Anwendungen zeigt sich der Meister.“

Die Heilwirkung aller Wasseranwendungen beruht in erster Linie auf einer vermehrten Durchblutung. Bei Kältereizen folgt auf die anfängliche Gefäßverengung eine Erweiterung mit einer verstärkten Durchblutung der jeweiligen Körperregion. Dabei bewirkt die enge funktionelle Verknüpfung der einzelnen Hautbezirke untereinander durch Kreislauf und Nervensystem sowie die Verbindung der Haut mit den inneren Organen, dass auch Teilanwendungen ausgedehnte Reaktionen auf den gesamten Organismus auslösen.

Ganz besonders in den aktuellen Zeiten der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen sollten wir uns trotzdem weiterhin gesund halten. Die klassischen Kneipp-Anwendungen sind hervorragend geeignet, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken und für neuen Schwung zu sorgen.

© Fotos: Kneipp-Bund e.V., Naja MacKay und Kneipp-Verein Münden, historisches Foto: Grebmer (Sebastian Kneipp mit Gießkanne 1892)

Nach oben

 


08.03.2021

Rezeptsammlung zum Tag der gesunden Ernährung

Hann. Münden. In diesem Jahr feiert die Kneipp-Bewegung den 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp, der am 17. Mai 1821 im oberschwäbischen Stephansried (heute ein Ortsteil von Ottobeuren) geboren wurde. Zu diesem besonderen Anlass hat der Kneipp-Bund, die Dachorganisation aller Kneipp-Vereine in Deutschland, das Jubiläumsjahr „Kneipp 2021“ ausgerufen. Damit soll unter anderem auf den Beitrag Kneipps zum deutschen Gesundheitswesen, zur Kultur und zur Ausprägung des Präventionsbegriffes aufmerksam macht werden. Die Lehren Sebastian Kneipps sind heute ebenso aktuell wie damals.

Auch der Kneipp-Verein Münden hat im Rahmen der bundesweiten Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr 2021 eine Reihe von Aktionen geplant. Ein persönliches Miteinander ist zurzeit allerdings nicht möglich. Dem wird bei den Aktionen Rechnung getragen. Wegen der weiterhin bestehenden Corona-Einschränkungen finden daher Aktivitäten und Angebote vorerst im Internet statt. Auf dieser Weise kann jeder hereinschnuppern und mitmachen, der einen Zugang zum Internet hat. Kommentare und Anregungen per E-Mail sind erwünscht.

„Die Natur ist die beste Apotheke“, wusste Kneipp schon zu seinen Lebzeiten im 19. Jahrhundert. Sein Gesundheitskonzept wurde in der Folgezeit stetig und auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Forschungsergebnisse weiterentwickelt. Es umfasst heute fünf Elemente: Wasser, Bewegung, gesunde Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung. Hinter diesem ganzheitlichen Ansatz verbirgt sich die Erkenntnis, dass ein richtig funktionierendes Immunsystem, eine umfassende körperliche Fitness und eine gute Stressresistenz wichtig für die Selbstheilungskräfte sind, mit denen die Widerstandsfähigkeit gestärkt wird.

Der erste Aktionstag im Kneipp-Jahr 2021 war der Tag der gesunden Ernährung. Dieser Gedenktag wurde 1998 von dem Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) ins Leben gerufen und findet seit 2007 jährlich am 7. März statt. Die Ernährung ist ein Element der Kneippschen Gesundheitslehre, das uns jeden Tag begegnet – und noch mehr als das. Es geht um gesunde Nahrungsaufnahme, aber auch um das gemeinsame Essen, das Miteinander, den sozialen Austausch und Kommunikation. Entscheidend ist nicht nur, was man isst, sondern auch wie man es isst.

Unter der Devise „Gesundes kann sehr lecker sein!“ hat der Kneipp-Verein Münden zu diesem Aktionstag alle Interessierten eingeladen, ihre Lieblingsrezepte für gesundes Essen zu senden. Das Thema ist durchaus multikulturell. Eine kleine Sammlung von Rezepten unter anderem aus Deutschland, Italien, Österreich, Schottland und Tschetschenien ist so zusammengekommen. Die positive Resonanz und die Vielfältigkeit der Gerichte sind erfreulich. Ein herzliches Dankeschön an alle, die Beiträge eingesendet haben.

Die Rezeptsammlung bietet zum Aktionstag und auch danach Ideen für die eigene Küche. Die verschiedenen Nationen, die bei uns und mit uns leben, haben alle ihre besonderen Spezialitäten. Diese gemeinsam zu erkunden, ist wie eine Weltreise vor der eigenen Haustür. Wer möchte, kann sich mit uns auf eine solche Reise durch das gesunde Essen dieser Welt begeben und die Gerichte mal selbst ausprobieren. Die Sammlung ist im Internet auf der Aktionsseite des Kneipp-Vereins Münden zum Tag der gesunden Ernährung zu finden. Das eine oder andere Rezept mal selbst zuzubereiten, lohnt sich – nicht zuletzt der Gesundheit zuliebe!

Der Kneipp-Verein Münden wünscht allen Kneipp-Freunden und Gästen einen guten Appetit. Bleiben Sie stets aktiv und gesund.

© Fotos: Corinna Scheibe, Zulpa Besaeva, Rita Kraft, Naja MacKay und Barbara Mairhofer

Nach oben

 


Home   |    Sitemap   |    Datenschutz   |    Impressum