2022

Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Bilder von den Aktivitäten des Kneipp-Vereins Münden im Jahr 2022.

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28.09.2022

Auf Reisen im Norden

Holsteinische Schweiz/Hamburg. Der Kneipp-Verein Münden organisierte in diesem Jahr die Fahrt gen „Norden“. Nach 2 Jahren Pause, wegen Corona-Pandemie, freuten wir uns alle auf diese Reise. Aus Eschwege waren 17 Mitglieder dabei. Um 8.15 Uhr holte uns der Bus mit Busfahrer Michael am Bahnhof ab. Über die Autobahn ging die Fahrt nach Lüneburg, der Regen begleitete uns die ganze Fahrt. Wie froh waren wir allerdings über das reichliche Nass, waren die vergangenen Wochen einfach zu heiß und zu trocken. Bäume und Blumen labten sich ebenfalls am Regen.

Ein Stadtbummel in Lüneburg stand auf dem Programm, mit Regenschirm oder Regenjacke schlenderten wir durch den schönen Ort. Anschließend ging es weiter nach Scharnebeck mit Besuch des Schiffshebewerkes. Es arbeitet als Doppelhebewerk, die Schiffe werden wie in einem Aufzug befördert und überwinden einen Höhenunterschied von 38 Metern. Ca. 16.000 Güterschiffe passieren jährlich das Hebewerk. Im Hotel „Wittensee- Schützenhof“ wurden wir in mehreren Gästehäusern untergebracht. Der kleine Ort „Groß Wittensee“ zwischen Eckernförde und Rendsburg gehört zum Naturpark „Hüttener Berge“ und hat eine Sehenswürdigkeit: Windmühle „Auguste“. Es handelt sich um eine Kellerholländer-Windmühle, die funktionsbereit ist.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug „Rund um die Schlei“. Reiseführer Hans begleitete uns, der erste Stopp war der frühere Seehandelsplatz „Haithabu“. Er wurde vor ca. 1300 Jahren von den Wikingern gegründet. Bei der Stadtführung in Schleswig besuchten wir den 900 Jahre alten Dom St. Petri mit dem Brüggemann Altar. Wir bummelten über gepflasterte Straßen mit liebevoll restaurierten Häuserfronten, weiter zum Hafen. Danach ging die Fahrt weiter nach Kappeln an der Schlei. Er ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit der Schleibrücke. Zu sehen waren die denkmalgeschützten Heringszäune, die letzten dieser Art deutschlandweit. Die Heringe ziehen von der Ostsee zu den Leichgewässern in die Schlei.

Ein leckeres, frisch zubereitetes Fischbrötchen stillte unseren Hunger. Weiter ging die Fahrt nach Eckernförde, ein besonders schönes Städtchen mit schicken Läden und Boutiquen. Bei der Bonbonkocherei Hinrich konnten wir die Herstellung von Bonbons beobachten und auch nette süße Tütchen als Mitbringsel einkaufen. Am Strand von Eckernförde luden Strandkörbe zum Verweilen ein. Abends im Hotel angekommen, wurden wir mit einem schmackhaften Menü überrascht.

Auch am 3. Tag fuhr Reiseleiter Hans mit uns, und zwar in die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein, nach Kiel. Dort lagen im Hafen das Kreuzfahrtschiff Aida sowie die Fähren der Color Line und Stena Line. Am Norwegenkai konnten wir erfahren, dass man einen Kurztrip von Kiel nach Oslo für 2 Tage buchen kann. Dann brachte uns der Bus nach Plön, Residenzstadt mit dem Schloss, das über dem See thront. Dort stiegen wir auf das Schiff, bei herrlichem Wetter genossen wir die Schifffahrt nach Malente-Gremsmühlen, ein Kneipp-Heilbad. Busfahrer Michael nahm uns dort wieder im Bus auf, und wir fuhren in die Kreisstadt Eutin. Der Stadtbummel führte uns vorbei an der St. Michaeliskirche zum Marktplatz, wo wir uns in einem gemütlichen Straßencafe stärkten, ein kurzer Abstecher zum Schloss mit seinem herrschaftlichen Schlossgarten.

Nun fuhren wir entlang des Kellersees zum Gut Panker, einem Trakehnergestüt bei Lütjenburg, ein malerischer kleiner Ort mit ca. 5000 ha Land. Dort bummelten wir durch die Häuserzeilen hindurch zum mächtigen Torhaus, den alten Wirtschafts- und Wohngebäuden, Ställen, Scheunen und der Schloss-Kapelle. Das historische Gasthaus „Ole Liese“ war besonders schön anzuschauen mit den vielen Blumen, liebevoll und dekorativ platziert. Einige Pferde grasten auf den endlos grünen Koppeln, sie waren tatsächlich saftig grün, im Gegensatz zu unseren Wiesen in der Heimat; diese waren durch die andauernde Trockenheit (Dürre) nur noch braun. Das barocke Herrenhaus mit seinem prächtigen Garten wurde gerade saniert. In den 70er Jahren haben sich auf der großen Gutsanlage Galerien und Läden angesiedelt. Ein historisches Bild eines adligen Gutes.

Die Rückfahrt führte über den Nord-Ostsee-Kanal (1895 erbaut). Er verbindet die Nordsee (Elbmündung) mit der Ostsee (Kieler Förde), um den Schiffen den langen Weg um Dänemark zu ersparen. Im Hotel angekommen, wartete schon ein leckeres kalt-warmes Büfett auf uns. Anschließend wurde kräftig das Tanzbein zu den Melodien von Discjockey geschwungen. Auch Helga gab ihr Bestes, als sie Schlager von Andrea Berg, Helene Fischer und anderen sang. Sonntag war schon wieder Abreisetag. In Hamburg hatten wir Aufenthalt für ein paar Stunden, jeder konnte nach Belieben seine Freizeit dort gestalten, Bummeln im Hafen, Spaziergang zur Elbphilharmonie, Schifffahrt auf der Außenalster, Stadtrundfahrt mit dem gelben Doppeldecker-Bus... Das Abschlussessen am Abend genossen wir in Seesen in dem Landgasthof „Zum Alten Fritz“. Gegen 21.30 Uhr kamen wir Eschweger Kneippianer zu Hause an, die Kneippianer aus Münden ca. 1 Stunde später.

Ein herzliches Dankeschön für die sehr gut organisierte Fahrt geht an Helga Quentin als 2. Vorsitzende des Kneipp-Vereins Münden und Planerin der Fahrt. Sie ist Nachfolgerin von Karl-Heinz Andrecht, der viele Jahre die Busreisen organisiert hatte. Busfahrer Michael Schäfer, auch Kneippianer, hat uns gut und sicher an unseren Urlaubsort und auch wieder zurückgebracht. Die Ausflüge in die verschiedenen Orte, manchmal enge Durchfahrten hat er souverän gemeistert. Auch ihm gebührt großer Dank. In 2019 war die letzte Fahrt nach St. Johann/Pongau. Dann kam die Corona-Pandemie und Reisen wurden nicht durchgeführt. Wie sehr haben wir uns alle auf diese Fahrt gefreut...

Im nächsten Jahr ist eine Fahrt zum „Lago Maggiore“ geplant. Hoffen wir sehr, dass uns Corona nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht... Auch dann wird uns Michael mit seinem Bus wieder gut zu unserem Quartier fahren.

© Text: Margit Burgheim (Kneipp-Verein Eschwege), Fotos: Stefan Heide

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12.09.2022

Nachbarschaftsfest mit guter Laune und vielen Begegnungen


© Fotos: Sabine Conti, Karsten Rohlfs und MitmachZirkus

Hann. Münden. Zum zweiten Mal fand in der Welfenstraße das Neumündener Nachbarschaftsfest statt. Eingeladen hatte das Quartiersmanagement der Stadt Hann. Münden, die GAB Südniedersachsen und das Familienzentrum gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden. Das Fest begann allerdings zunächst mit dunklen Wolken, doch der anfangs verhangene Himmel klarte mehr und mehr auf und mit der Sonne kamen dann auch die Besucher. Manch einer der Gäste nutzte ein besonderes Angebot, um zum Fest zu kommen: den Oldtimerbus-Shuttle von Arnold Zech, der mit einer Nostalgiefahrt zwischen der Innenstadt und dem Festgelände schon die Anreise zu einem Erlebnis machte.

Das erste Nachbarschaftsfest fand 2018 an gleicher Stelle statt, erinnerte Quartiersmanagerin Sabine Conti zur Begrüßung an die damalige Premiere. Pandemiebedingt ließ die Neuauflage jedoch etwas auf sich warten. In diesem Jahr wagte man nun einen neuen Anlauf, und das Ergebnis kam erneut sehr gut an. „Füreinander – Miteinander“ lautete die Devise für das Fest. An den Ständen der beteiligten Vereine, Organisationen und Einrichtungen gab es dem Motto entsprechend eine Menge Interessantes und vielerlei Mitmachangebote, dazu ein buntes Bühnenprogramm, Musik, Schmackhaftes und Leckereien sowie Gelegenheiten zum persönlichen Austausch.

„Das Engagement der Bürger ist wirklich beeindruckend“, freute sich Conti über den beachtlichen Einsatz der Mitwirkenden. Die Quartiersmanagerin hat mit Jennifer Mayer (GAB), Heide Ernst (Stadt Hann. Münden) und Tina Krause (Familienzentrum) zusammen mit den beteiligten Vereinen, Gruppen und Einrichtungen das Programm organisiert. Zur Vorbereitung fanden mehreren Treffen vor Ort statt. Während des Festes luden sie die Besucher zum Quartiersspiel ein. An die Teilnehmenden wurden Karten mit Bildteilen aus dem Quartier verteilt. Immer vier Teile setzen sich zu einem Bild zusammen. Die richtigen Partner mussten sich finden, das sorgte für Kontakte und Spaß unter den Kindern, Nachbarn und Gästen. Jedes vollständige Quartett konnte dabei sogar etwas gewinnen.

„Das letzte Nachbarschaftsfest vor vier Jahren fiel zusammen mit den Anfängen für die Erstellung eines integrierten und energetischen Quartierskonzepts für den Stadtteil Neumünden“, hob Bürgermeister Tobias Dannenberg in seiner Grußbotschaft zur Eröffnung hervor. Das Ergebnis mündete in einem Maßnahmenkatalog. Beratungsgespräche über Fördermöglichkeiten und das sogenannte „Netzgeplauder“ hätten sich inzwischen etabliert. „Stadtentwicklung ist erfahrungsgemäß ein langer Prozess, der in kleinen Schritten gegangen wird“, so Dannenberg weiter. Engagement und Anregungen von den Bürgerinnen und Bügern seien daher nach wie vor herzlich willkommen. Passend hierzu bot die Energieagentur Region Göttingen an ihrem Infostand praktische Tipps und Material zum energiesparenden Um- und Ausbau von Gebäuden an.

Gleich nebenan ging es um die umweltfreundliche und gesunde Fortbewegung auf dem Rad. Bei Adalbert Leuner und Hildegard Hermann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) konnte man sein Wissen ums Radfahren in einem Quiz testen. Zur Radfahrpraxis informierte Klaus Regitz für die Fahrradgruppe des Kneipp-Vereins Münden und lud zum Mitfahren ein. Das für Hann. Münden vorgesehene Lastenrad konnte ausprobiert werden und sucht noch einen Standort in der Stadt.

Für schlaue Köpfe zeigte Hartmut Teichmann mit Team praktischen Umweltschutz und physikalische Gesetze in anschaulichen Modellen – mitunter auch zum Staunen. Lesestoff für zu Hause verkaufte Werner Hübel in seinem Bücherflohmarkt und bei den Müttern des Familienzentrums wechselten Spielzeug und Kinderfahrräder gegen Spende den Besitz. Die Erlöse kommen einer Maßnahme für das Quartier zugute.

Die GAB, das Projekt „Bildung und Teilhabe“ und die Jugendhilfe Münden präsentierten ihre Arbeit. Beim Pioneers-Projekt der GAB waren die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Anregungen für Neumünden auf ein Luftbild zu kleben. Die Volkshochschule informierte über ihr aktuelles Programm. Beim Bobbycar- und Tretroller-Rennen des Familienzentrums konnten sich die Kleinen derweil nach Herzenslust austoben, ebenso wie beim Aktivangebot „Zirkus zum Ausprobieren“ des MitmachZirkus. Das Mündener Drum & Bugle Corps Red Stars machte auf der Festmeile schwungvolle Musik und zeigte an seinem Stand, wie das geht. Farbenfroh ging es beim Kinderschminken zu.

Für das leibliche Wohl der Festbesucher und Akteure sorgte die Moscheegemeinde mit schmackhaften Spezialitäten aus der Türkei. Selbstgebackenen Kuchen, bunte Cocktails und Getränke gab es beim Familienzentrum und dem Förderverein des Kindergartens St. Aegidius sowie der Brüder-Grimm-Schule, außerdem waren leckere Crèpes bei den Red Stars zu bekommen.

Auf der Bühne lief ein buntes Programm, die Tische und Bänke auf dem Platz davor boten Gelegenheit zum Verweilen. Arno Huber aus Nürnberg spielte Songs der 1960er und 1970er Jahre auf der Gitarre. Sonst hatte die Jugend die Bühne fest in der Hand. Mit sichtlicher Freude zeigten die Kinder der DRK-Kita Fuldablick und des Kindergartens St. Aegidius dem Publikum jeweils ihre munteren Tanz- und Gesangsvorführungen in farbenfrohem Outfit. Der MitmachZirkus präsentierte zusammen mit Kindern aus der Ukraine, die bei uns aktiv sind, allerhand akrobatische Kunststücke. Eine wunderschöne Tanzreise nach Frankreich unternahmen die Schülerinnen des Mündener Ballettvereins. Zum Abschluss erstaunten die Sportler des SFV-Vereins Fitness und Kampfkunst mit kraftvollen Sprüngen und Kämpfen.

Das Fest sei „für den Stadtteil ein Gewinn“, so das Fazit der Quartiersmanagerin. Sie hoffe darauf, dass in den folgenden Jahren eine regelmäßige Durchführung möglich gemacht werden könne.

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23.08.2022

Jahreshauptversammlung: Aktiv und gesund durch die Pandemie gekommen


© Fotos: Kneipp-Verein Münden, Gerhard Kellner und MitmachZirkus

Hann. Münden. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kneipp-Vereins Münden im Mehrgenerationenhaus konnte der 1. Vorsitzende im Geschäftsbericht des Vorstandes für das zurückliegende Jahr trotz erheblicher pandemiebedingter Einschränkungen auf viel Erfreuliches zurückblicken. Der Kneipp-Verein ist „aktiv und gesund“ durch die Pandemie gekommen. Das Jahr 2021 begann im Lockdown (seit November 2020), der sich bis in den Juni hinzog. In dieser Zeit waren Aktivitäten in Präsenz nicht möglich. Dennoch blieb der Kneipp-Verein weiter aktiv mit verschiedenen Mitmachangeboten für zu Hause, draußen allein oder mit der Familie sowie online im Internet. Dazu gab es Mal- und Bastelwettbewerbe, Fotoaktionen und andere Aktivitäten.

Das Jahr 2021 war für die Kneipp-Organisation durchaus ein besonderes Jahr, denn am 17. Mai jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Sebastian Kneipp (1821 – 1897). Aus diesem Anlass hat der Kneipp-Bund in Bad Wörishofen, die Dachorganisation aller Kneipp-Vereine in Deutschland, insgesamt fünf Kneipp-Aktionstage zu den „fünf Elementen“ der Kneippschen Gesundheitslehre ausgerufen: den Tag der gesunden Ernährung am 7. März, den Tag des Wassers am 22. März, den Tag des Fußes (zum Thema Bewegung) am 30. Juni, der Tag der Heilkräuter am 15. August und den Tag der seelischen Gesundheit (zum Thema Lebensordnung) am 10. Oktober. An allen Aktionstagen war der Kneipp-Verein Münden mit Aktivitäten beteiligt. Beim bundesweiten Gießkannen-Wettbewerb zum Tag des Wassers gab es sogar eine Preisträgerin aus Hann. Münden. Der letzte Aktionstag wurde mit Hygienekonzept und diversen Einschränkungen in Präsenz durchgeführt.

Ab Juni 2021 waren erst langsam wieder gemeinsame Aktivitäten mit diversen Auflagen und Einschränkungen möglich. Der Kneipp-Verein nutzte mit einigem Aufwand alle erlaubten Möglichkeiten, um wieder aktiv sein zu können. Besonders Bewegung ist für die Gesundheit unerlässlich. Auch das soziale Miteinander ist wichtig, um psychische Belastungen durch die verordnete Isolation möglichst abzubauen. Der Neustart war allerdings nicht einfach, weil Ängste noch tief in vielen Köpfen saßen. Die Vorsicht auf der einen Seite und der Wunsch nach Normalität auf der anderen stellten immer neue Herausforderungen. Die sich ständig ändernden Regeln waren ein weiteres großes Problem, planbar war fast nichts. Trotzdem wagte der Kneipp-Verein den Neustart zunächst mit kleineren Aktivitäten in überschaubarem Rahmen. Das Thema Gesundheit hat durch die Pandemie in der Öffentlichkeit deutlich an Wahrnehmung gewonnen.

 

Mitten in der vierten Corona-Welle wurde sogar ein neues Vereinsangebot im Kinderschwimmen (insgesamt 3 Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene) ins Leben gerufen, das auf sehr großes Interesse stieß. Besonders die Kinder haben durch die Pandemie erheblich gelitten. Dieser Herausforderung hat sich der Kneipp-Verein mit einem vielfältigen und gesunden Bewegungsangebot angenommen, unterstützt unter anderem durch die Deutsche Sportjugend (dsj), um den durch die Einschränkungen entstandenen Defiziten durch Bewegungsmangel aktiv entgegen zu wirken. Die Angebote und Aktivitäten fanden und finden nach wie vor sehr guten Zuspruch. Sie trugen ganz wesentlich zu einem erfreulichen Mitgliederzuwachs bei, der auch im Jahr 2022 noch weiter anhält. Viele Familien mit Kindern sind inzwischen in den Kneipp-Verein eingetreten, das Durchschnittsalter ist dadurch deutlich gesunken.

Auch die Kurs- und Gruppenleitungen konnten von ihren Aktivitäten viel Gutes berichten. Aktiv waren im Jahr 2021 die Vereinsangebote Fahrradfahren, Fit durch Gymnastik, Fit in den Tag, Kinderschwimmen, MitmachZirkus, Nordic Walking, Qigong, die Seniorenberatung, Yoga am Donnerstag und Yoga am Montag. Das Angebot Freizeitfußball mit der Moscheegemeinde wurde erst im Frühjahr 2022 wieder aufgenommen. Für die Aqua-Gymnastik und den Spieletreff „Spielend fit im Kopf“ werden aktuell Kursleitungen gesucht. Interessierte dürfen sich gern melden, wir würden uns sehr freuen. Die Kneipp-Anlage im Klinikpark am Vogelsang wird von Vereinshelfern ständig gepflegt und kann während der Saison (Mai bis September) jederzeit kostenfrei genutzt werden.

Ehrungen und Dankeschön

Für 10 Jahre Mitgliedschaft im Kneipp-Verein wurden Eva Erbe, Franziska Illmer, Elisabeth Kulle, Christiane Paul, Karsten Rohlfs, Dieter Vetter und Eva-Maria Wiegel mit einer Urkunde und der Ehrennadel in Bronze geehrt. Außerdem bedankte sich der Vorstand mit einem Dankeschön-Gutschein bei den Kurs- und Gruppenleitungen sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern „hinter den Kulissen“ für ihre Arbeit, die den Verein trägt und voranbringt. Iris Busche wurde zunächst kommissarisch für ein Jahr bis zur turnusmäßigen Wahl in den Beirat gewählt. Als Kassenprüferin löst Hildegard Hermann den ausscheidenden Ludwig Stengel ab.

Im laufenden Jahr steht noch ein Highlight an: Im September macht der Kneipp-Verein nach zweijähriger Pause wieder eine mehrtägige Busfahrt. Es geht für vier Tage in die Holsteinische Schweiz mit Touren in die Umgebung. Im Dezember gibt es eine Busfahrt ins Weserbergland. Nächstes Jahr soll die mehrfach verschobene Reise zum Lago Maggiore nachgeholt werden. Kleinere Ausflüge und Wanderungen vor Ort runden das Programm ab.

Infos zum Kneipp-Verein Münden gibt es unter der Telefonnummer 05541 72226 oder per E-Mail unter der Adresse info@kneipp-muenden.de.

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31.05.2022

Wassertreten und Spiele zum Saisonstart


© Fotos: Kneipp-Verein Münden

Hann. Münden. „Lernt das Wasser richtig kennen, und es wird euch stets ein verlässlicher Freund sein“, riet Sebastian Kneipp (1821-1897). Seine Wasseranwendungen sind nicht nur in Deutschland bekannt, sie brachten schon vielen Menschen Linderung, Genesung und Wohlbefinden. Zu den Ratsuchenden gehörten die Großen seiner Zeit – Adel, Regenten und sogar der Papst – ebenso wie die vielen einfachen Menschen, denen er stets selbstlos half. Aber es gab auch Widerstände und Gegner. Inzwischen ist die Hydrotherapie nach Kneipp für ihre präventive und heildende Wirkung allgemein anerkannt.

Am letzten Maiwochenende (29. Mai) eröffnete der Kneipp-Verein Münden mit einem Familienfest auf der Kneipp-Anlage im Klinikpark am Vogelsang seine diesjährige Wassertretsaison. Das Wetter bescherte allerdings reichlich Wasser, und das nicht nur im Tretbecken oder Armbad. Der Regen, den die Natur dringend brauchte, bremste leider etwas die Teilnahme. Die „richtigen“ Kneippianerinnen und Kneippianer ließen sich allerdings nicht vom Wetter abschrecken, sie kamen trotzdem.

Unter den Gästen waren mehrere Besucher aus dem befreundeten Kneipp-Verein Eschwege. Man besucht sich immer wieder gern auf beiden Seiten. Vorstand Bernhard Haug vom Kneipp-Bund Landesverband Niedersachsen-Bremen war schon etwas weiter angereist, um persönlich den Gruß des Landesverbandes zu überbringen. Dabei würdigte er besonders die aktive Kinder- und Jugendarbeit und bedankte sich für das vielfältige Engagement des Mündener Kneipp-Vereins mit einer Spende.

Es waren auch einige Interessierte gekommen, die sich informieren wollten. Für sie gab es vor Ort praktische Hinweise und Tipps zu verschiedenen Wasseranwendungen. Das bekannte Wassertreten – im Volksmund „Kneippen“ genannt – oder ein Armtauchbad – die „Tasse Kaffee“ des Kneippianers, weil es den Kreislauf anregt – können während der Saison von Mai bis September auf der Kneipp-Anlage beliebig durchgeführt werden (beides gleichzeitig wird nicht empfohlen). Die Anlage kann von jedem kostenfrei genutzt werden, die Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr.

Diese und andere Wasseranwendungen lassen sich mit wenig Aufwand ebenso zu Hause praktizieren, das wiederholte Anwenden sorgt für eine nachhaltige Wirkung. Die Kneippsche Hydrotherapie kennt mittlerweile etwa 120 Anwendungen, darunter neben Wassertreten auch verschiedene Bäder, Güsse, Packungen, Waschungen und Wickel. Ihre Wirkungen sind zum Teil unterschiedlich.

Der eine oder andere Besucher machte trotz des Wetters seine Runden durch das Kneipp-Becken, korrekt ausführt im „Storchengang“. Auch Familien hatten ihren Spaß. Gesund ist das allemal, man muss sich danach nur wieder gut mit Bewegung aufwärmen. Waren die Schuhe und Strümpfe erst mal ausgezogen, lud der kleine Barfußpfad gleich nebenan noch zum Fühlen und Tasten ein.

In den Pausen zwischen den Regenschauern konnten sich die Kinder bei verschiedenen Spielen aus dem Spiele-, Sport- und Spaßrucksack des Familienzentrums Hann. Münden aktiv betätigen. Aber auch die junggebliebenen Gäste und bewegungsfreudige Senioren hatten bei den Spielen ebenfalls ihren Spaß. Der Rucksack kann von Familien für eigene Aktivitäten kostenfrei beim Familienzentrum (zu erreichen unter Telefon 05541 2485) ausgeliehen werden.

Die zeitweiligen Regentropfen hatte durchaus auch ihr Gutes. Die Gäste trafen sich unter den Zeltdächern und kamen hier munter ins Gespräch. Das frohe und gesellige Miteinander ist eben auch ein wichtiges Element für ein gesundes Leben. Alle, egal ob groß oder klein, ließen sich den selbstgebackenen Kuchen schmecken. Ein herzliches Dankeschön gilt den Helferinnen und Helfern, die zu der Veranstaltung beigetragen haben.

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29.03.2022

Frühlingsspaziergang zur Weserliedanlage

Hann. Münden. Das sonnige Frühlingswetter lud zum Ausflug ein. Am 27. März machten wir vom Kneipp-Verein Münden eine Wanderung mit 16 Personen zur Weserliedanlage. Diese befindet sich auf dem Wanderweg B-3 und liegt am Questenberg hoch über der Stadt. Die Anlage wurde 1931 als Rondell aus beigem Sandstein nach dem Entwurf des Architekten Friedrich Grosch sowie unter der Leitung von August Reich erbaut. Eine Bronzetafel trägt den Liedtext des Weserliedes (entstanden im Jahre 1835, vertont 1845). Die beiden bronzenen Kopfbilder des Bildhauers Gustav Heinrich Eberlein zur Erinnerung an den Dichter Franz von Dingelstedt und den Komponisten Gustav Pressel sind an dem Gedenkstein im Rondell abgebildet.

Nach kurzer Pause mit herrlichem Blick auf die Stadt an den drei Flüssen Fulda, Werra und Weser sowie einigen Informationen zur Anlage ging es weiter durch den Stadtwald, der im August 2021 neu als Bestattungswald eingerichtet wurde. Verschiedene Wege führen durch dieses Waldgebiet. Wir kamen an interessanten Bäumen und Sträuchern vorbei, denen sich zwischendurch grüne Wiesen anschlossen. Natur pur bei wunderschönem Frühlingswetter.

Mitten im Grünen liegt ein historischer Ort. Am (Neuen) Jüdischen Friedhof, der 1932 erbaut wurde und eine Fläche von 991 Quadratmetern hat, machten wir einen kurzen Stopp. Dass es vor diesem bereits einen älteren und noch größeren gab, war nur wenigen bekannt. Der alte Friedhof bestand von 1673 bis 1932 und befand sich vor den Toren der Stadt am Vogelsangweg. Er hatte eine Fläche von 1157 Quadratmetern. Nach der Stilllegung wurde das Areal einer Firma übertragen, später entstand hier eine Gedenkstätte. Der neue Friedhof ist – ebenso wie der alte – heute im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen.

Weiter ging es durch den Weserpark und vorbei an der ehemaligen Weserumschlagstelle über das Gelände der alten Hafenbahn. Bei einer kleinen Pause unterwegs machten wir eine Qigong-Übung. Die „Atemblume“ dient zur Entspannung – für einige war sie schon bekannt, für manchen Teilnehmer aber auch etwas Neues. An der Weser entlang ging es dann zurück in Richtung Altstadt zum gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen. Die Organisatorin sagt herzlichst DANKESCHÖN an alle, die mitgemacht und/oder bei der Vorbereitung unterstützt haben!

© Fotos: Kneipp-Verein Münden, Text: Helga Quentin

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